betrifft: Beschlussfassung über Bebauungsplan VI-140cab (Urbane Mitte Süd) am 16.02.2026
Sehr verehrte Abgeordnete,
ich wohne nicht im näheren Umfeld des Berliner Gleisdreieck. Dennoch habe ich mich für das Projekt interessiert und eingesetzt, da ich im Rahmen der Bebauungsplanverfahren „Urbane Mitte“ den Umgang der Senatsverwaltung mit dem zuständigen Bezirk und die Ignoranz gegenüber einer engagierten demokratischen Stadtgesellschaft mehr als bedenklich fand.
Wiederholt eingeladen, haben sich leider Vertreter der CDU-Fraktion wiederholt dem Austausch mit betroffenen Bürgern bei Treffen der Bürgerinitiative „Urbane Mitte“ verweigert. Das ist ausgesprochen schade, insbesondere da es um die Glaubwürdigkeit gewählter politischer Vertreter unserer Stadt nicht sehr gut bestellt ist, wenn man aktuellen Umfragen glauben darf.
Setzen Sie als Mitglied aller Fraktionen, insbesondere der SPD-Fraktion und der CDU-Fraktion, im Wahljahr 2026 ein positives Zeichen und stärken Sie die Glaubwürdigkeit für unser gemeinsames demokratisches Miteinander und ein liebens-/lebenswertes urbanes Umfeld.
Überdenken Sie die politischen Folgen Ihrer Stimme und votieren Sie gegen diesen nicht mehr zeitgemäßen B-Plan mit fatalen ökologischen und sozialen Konsequenzen und für einen Neustart der Planung mit einer für die Mehrheit der Bürger dieser Stadt sinnvollen, umweltverträglichen und sozial ausgewogenen Lösung. Wie ernst ist es denn gemeint, wenn bei der Planung von einer nachhaltigen und klimagerechten Stadtentwicklung und beim Städtebau von Innovation und Zukunftsfähigkeit gesprochen wird?
Mit für mich nicht plausiblen Argumenten (z.B. zum Thema Wohnraum) soll erneut zu Gunsten eines Bauherrn entschieden werden – und das im Wahljahr 2026. Bereits mehrfach dargelegt wurden die negativen ökologischen/klimatischen Folgen für den angrenzenden Park und für die im Umfeld lebenden Menschen.
Investoren sind wichtig für unsere Stadt, aber inzwischen oder besser seit Jahren „dominieren“ Investoren und Bauherren diese Stadt und bestimmen damit einseitig unseren gemeinschaftlichen Stadtraum, oft zum Nachteil betroffener Bewohner (zB u.a. durch massiv maximierte GFZ/Baumassen, Wohnungsbau im Hochpreissegment, Abriss anstelle von Erhalt der Bausubstanz, ökologisch bedenklicher Bauplanung, usw.) – ohne ausreichende Regulierung durch das „politische Personal“ unserer Stadt.
Vielen Dank und mit besten Grüßen
M. R.
