Gefahr für den Park – CDU und SPD wollen den Weg frei machen für die Hochhäuser

Liebe Unterstützer:innen, liebe Freunde des Gleisdreiecks,

die Regierungsfraktionen von CDU und SPD sind offensichtlich bereit, den Weg frei zu machen für die Hochhäuser der Urbanen Mitte am Gleisdreieck. Als Begründung wird das Argument „Wohnen“ genutzt. Wer genauer hinsieht, kann schnell feststellen, dass das „Wohnen“ vorgeschoben wird, um endlich das Thema vom Tisch zu bekommen. Der Bebauungsplan für das südliche Baufeld, der nun verabschiedet werden soll, schließt Wohnen ausdrücklich aus. Stattdessen soll hier hochpreisige „Beherbergung“ vorgesehen werden: Hotel und möbliertes Wohnen auf Zeit. Und ob die „Sozialwohnungen“ auf dem nördlichen Baufeld je realisiert werden können, steht in den Sternen. Denn aufgrund der komplizierten Baukonstruktion der Hochhäuser auf der neuen S-Bahnlinie S21 müsste das Land Berlin diese sehr hoch subventionieren, es ist sogar fraglich, ob das überhaupt finanziert werden kann. An anderer Stelle könnten mit dem gleichen Geld wesentlich mehr Sozialwohnungen hergestellt werden. Am Gleisdreieck jedoch würde das Land Berlin mit der Finanzierung der Hochhäuser mit zur Zerstörung des Parks beitragen.

In dieser Situation brauchen wir eure Unterstützung.

  • Bitte schreibt noch mal den Abgeordneten von CDU und SPD – wie schon im vergangenen Sommer. Dass der Park durch die Hochhäuser in Gefahr ist, haben diese offensichtlich völlig aus dem Blick verloren.
  • Kommt zur unserem Aktionstag am Sonntag, den 15.02.2026 von 15 bis 17 Uhr bei den Holzterrassen im Westpark.
  • Kommt zahlreich am Montag den 16.02.2026 in den Ausschuss für Stadtentwicklung, 9:30 bis 12:00 Uhr. Dort steht der Bebauungsplan Urbane Mitte Süd auf der Tagesordnung. Personalausweis nicht vergessen für die Eingangskontrolle des Abgeordnetenhauses.

Herzlichen Gruß

Matthias Bauer

 

4 Kommentare

  1. Ich bin entsetzt darüber, dass SPD und CDU nun doch für den Bebauungsplan der Urbanen Mitte stimmen wollen. Für den Park macht es es nicht besser, wenn in einem der sieben Hochhäuser nun Wohnungen sein sollen. Die 90 Meter hohen Türme sollen weiterhin dort stehen, wo der Park nur 60 m breit ist. Das Leben im Park wird darunter leiden. Ob da tatsächlich bezahlbare Wohnungen entstehen werden, ist noch gar nicht sicher. Auf dem südlichen Baufeld, dessen Bebauungsplan nun beschlossen werden soll, wird es keine einzige bezahlbare Wohnung geben, stattdessen Hotel und möbliertes Wohnen auf Zeit – man höre auch für Studenten. Für solche Wohnungen wird mitunter 40 € pro qm monatlich und mehr genommen. Studenten, die auf Bafög angewiesen sind, können sich das allerhöchstens ein paar Tage im Monat leisten. Sollen die Studenten dann für die restliche Zeit im Park ihr Zelt aufschlagen?

  2. Die sind schamlos, das geht gar nicht. Gerade die Sozen sollten daran denken, dass nächstes Jahr Wahl ist und sie untergehen, wenn sie nicht die Interessen der Mieterinnen wahren und die Lüge, dass da Wohnungen entstehen ist doch wiederlegt.

  3. Das ist unmöglich!
    Ich bin wütend und besorgt, sodass ich den Abgeordneten und dem Ausschuss soeben folgenden Text per Mail geschickt habe, um an eine ethisch-korrekte und zukunftsförderliche Entscheidung zu appellieren:

    „Ich habe großes Bedenken, dass mit der Abstimmung für das Baufeld Süd gegen das Interesse von Berlinern und Berlinerinnen sowie Umwelt, Klima und gesundheitsförderlicher Zukunft gehandelt wird.
    Dass dort langfristiger Wohnraum ausgeschlossen ist, scheint Konsens zu sein. „Apartments für Studierende“, „Wohnen auf Zeit“ und ein „Hotel“ (M. Kollatz ggü. der Morgenpost, 21.1.26) scheinen vor dem Hintergrund der Prognosen für Lärmbeschallung und Lichtverhältnissen (u.a. Architects for future, 2022) weder geeignet für Studierende (3-5 Jahre Studium) und Gäste unserer Stadt noch im Interesse der Berliner und Berlinerinnen, die dringend langfristigen Wohnraum benötigen. Dass es eine Absprache zu sozialem Wohnbau im Nordfeld gebe, scheint eine sehr unsichere Zukunftsvision, die auch stark von der Planung zur Bahn (u.a. S21) abhängig ist, in der sich noch relevante Faktoren verändern können. Dies ist mit heutigem Standpunkt schlicht noch nicht absehbar. Außerdem: selbst wenn der soziale Wohnbau im Nordfeld möglich und realisierbar würde, ist dies kein Grund für Hochhäuser, die voraussichtlich massiv die Nutzung des Parks einschränken und klimapolitisch katastrophale Auswirkung auf dem Südfeld nach sich ziehen! Entschuldigen Sie, wenn ich es so ausdrücke, aber ich möchte in aller Ehrlichkeit appellieren: es geht hier nicht um Kompromisse mit dem Investor, sondern um eine Entscheidung nach bestem Wissen und Gewissen im Sinne aller Berliner und Berlinerinnen, die Sie vertreten. Dies ist Ihre Pflicht als Abgeordnete und ich möchte mein Vertrauen Ihnen gegenüber beibehalten.

    Hier zusammengefasst einige Argumente, die gegen den aktuellen Bebauungsplan und für eine Neuplanung der Baufläche der Urbanen Mitte sprechen:
    – Klimapolitische Überlegungen (Verschattung, starke Winde, Gleisdreieck ursprünglich als klimapolitischer Ausgleich für die Bebauung des Potsdamer Platzes gewidmet)
    – Baufeld Süd ungeeignet für Wohnen, daher auch für Studierende und Gäste unserer Stadt
    – Berlin braucht keine neuen Büroflächen (1,82 Mio. m² Büroleerstand in Berlin, (Architects for future, 2022)
    – Berliner und Berlinerinnen sind dagegen (Petition mit über 36.000 Unterschriften)
    – Berliner und Berlinerinnen nutzen den Park intensiv zum Erhalt der körperlichen und psychischen Gesundheit sowie Regeneration und sozialem Kontakt (gesunde Menschen – langfristige Arbeitskräfte).

    Danke, dass Sie mich erneut angehört haben. Bitte überdenken Sie Ihre Entscheidungen. Ich vertraue in Ihre berufsethische Verpflichtung, im Sinne der Bürger und Bürgerinnen von Berlin zu handeln.“

    • DANKE DEBORAH!! So, ich habe heute mal wieder ein paar Abgeordnete anschrieben per Mail: Christian Gräff, Raed Saleh, Kai Wegner und Dirk Stettner.

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